Trierer Erklärung des Deutschen Städtetages

Das jüngst bekannt gewordene Treffen von AfD-Funktionären mit Mitgliedern der Identitären Bewegung und die dort diskutierte Deportation von Millionen Menschen aus Deutschland hat uns alle schockiert. Wir nehmen es nicht hin, dass rechtsextreme Kräfte eine Atmosphäre der Verunsicherung, der Angst und des Hasses in unserem Land und in unseren Städten schüren.

In unseren Städten leben Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen – als Nachbarinnen und Nachbarn, als Kolleginnen und Kollegen, als Freundinnen und Freunde, als Familie. Das ist die Lebensrealität in unseren Stadtgesellschaften. Das macht unsere Städte aus. Unsere Städte gehören allen Menschen, die hier leben. Wir akzeptieren nicht, dass Bürgerinnen und Bürger, dass Familien, dass sogar Kinder in unseren Städten Angst davor haben müssen, von hier vertrieben zu werden.

Unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Bewertungen politischer Themen, auch unterschiedliche Positionen zur Migrations- und Asylpolitik sind Teil unserer Demokratie. Demokratie braucht Auseinandersetzung, Demokratinnen und Demokraten müssen auch Streit aushalten und Widerspruch akzeptieren. Was wir nicht akzeptieren, ist, wenn der Kern unserer Verfassung und die Basis unseres Zusammenlebens angegriffen wird: die Würde des Menschen.

Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat müssen immer wieder neu verteidigt werden. Eine wehrhafte Demokratie lebt von einer aktiven und wachen Zivilgesellschaft vor Ort. Das haben Zehntausende Menschen in den vergangenen Tagen in unseren Städten deutlich gemacht. Die Menschen, die aktuell gemeinsam auf die Straßen gehen, um Farbe zu bekennen für Demokratie und Menschenwürde, senden ein klares Signal der Solidarität – und gegen die Spaltung unserer Stadtgesellschaften.

Anmerkung: Die Trierer Erklärung des Deutschen Städtetages wurde vom Rat der Stadt Gladbeck wie auch vom Kreis Recklinghausen ebenfalls verabschiedet, um die klare Zustimmung zu dieser Position deutlich zu machen.

Konzeptionierung einer Mobilstation am Bahnhof Gladbeck-Zweckel 

Jun 8, 2024

Konzeptionierung einer Mobilstation am Bahnhof Gladbeck-Zweckel 

Der Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität beauftragte in seiner gestrigen Sitzung die Verwaltung, die Planung der Mobilstation Zweckel voranzutreiben, sowie mit dem VRR mit Blick auf Fördermöglichkeiten Kontakt aufzunehmen. 

Vorplatz Kreisverkehr Feldhauser- /Beethovenstraße (Mobilstation Teil 1)

Die asphaltierte Fläche, die einen Vorplatz darstellt, wird vollständig zu einer Mobilstation (Teil 1) umgestaltet. Für die Fläche der Tankstelle besitzt die Stadt Gladbeck ein Wegerecht, somit ist es möglich, die beiden neuen Taxistellplätze über die Fläche der Tankstelle zu erschließen. Die begleitenden Grünflächen werden so angepasst, dass eine Befahrung des Platzes nicht mehr möglich ist. Der angrenzende Gehweg an der Feldhauser Straße wird verbreitert, um das Regelmaß von 2,50 m aus der RASt zu gewährleisten. Zentral auf dem Platz wird ein neuer Baum mit einer Umrandungen geschaffen, die als Sitzbank geeignet ist. Zusätzlich werden auf dem Platz Sitzmöglichkeiten mit Wetterschutz eingerichtet, die die Kapazität für wartende Fahrgäste erhöhen. Es können überdachte Fahrradabstellanlagen im Bereich der bestehenden Anlagen eingerichtet werden. Auf dem Platz können zusätzlich abschließbare Fahrradgaragen angeboten werden. Hier könnten sowohl Stationen für Fahrradverleihsysteme, als auch Systeme wie „DeinRadschloss“ des VRR zur Förderung multimodaler Wegeketten integriert werden. Abgerundet wird das Angebot auf dem Vorplatz durch Schließfächer mit Lademöglichkeit.

Fläche an der Haydnstraße (Mobilstation Teil 2, Fahrtrichtung Essen)

Die derzeit geschotterte Fläche an der Haydnstraße wird ebenfalls zu einer Mobilstation (Teil 2) weiterentwickelt. Im Bereich diese Fläche können vielfältige Angebote geschaffen werden, um die verschiedenen Verkehrsmittel miteinander zu verknüpfen. Im Bereich der Fläche sollen sowohl reguläre Kfz-Stellplätze erstellt werden, als auch Kiss & Ride Parkplätze, Ladesäulen für E-Autos und Stellplätze für Car-Sharing-Anbieter. Die Plätze für Car- Sharing-Fahrzeuge stellen dabei vorerst nur einen Platzhalter dar. Auch auf der Seite Fahrtrichtung Essen werden zusätzliche Sitzmöglichkeiten durch die Stadt Gladbeck geschaffen. Diese verfügen nach Planung auch über eine Überdachung und sind in Fahrtrichtung des Zuges angeordnet, so dass ein Verbleib bis kurz vor Einfahrt des Zuges möglich ist. Wie auf dem Bahnhofsvorplatz am Kreisverkehr können hier überdachte Radabstellanlagen und abschließbare Fahrradgaragen eingerichtet werden, um den ÖPNV mit dem Radverkehr zu verknüpfen. Auch hier ergänzen Schließfächer das Angebot, die auch über Lademöglichkeiten für E-Akkus verfügen können. Zusätzlich ist seitens der Stadt geplant, im Bereich der Fläche verschiedene Möglichkeiten der Nahversorgung (Packstationen o.ä.) unterzubringen.

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Frauenfrühstück neu gestartet

Zur Neuauflage unserer Arbeitsgemeinschaft 60plus lud unser Ortsverein im März zu einem gemeinsamen Frauenfrühstück ein. Abgerundet wurde das Frühstück mit Gesprächen zu neuen Projekten und politischen Diskussionen.

SPD-Zweckel bleibt unabhängig

Auf seiner Jahreshauptversammlung beschlossen wir einstimmig, dass wir den SPD-Ortsverein Zweckel in seiner jetzigen Form erhalten wollen und werden. Für uns ist die Präsenz im Stadtteil der Punkt, der für uns dabei entscheidend ist.

Vor zwei Jahren haben sich die großen und auch einzeln schon überaus aktiven Ortsvereine Brauck, Butendorf und Rosenhügel zum SPD-Ortsverein „Süd“ zusammengeschlossen. Sie verwirklichen ihre Ortsteilarbeit dadurch, dass sie sogenannte Abteilungen gebildet haben, die auch vor Ort die politische Arbeit koordinieren und durchführen, die das Ohr an den Menschen vor Ort haben.

Seitdem ist eine Struktur-Debatte in der Gladbecker SPD im Gange. Ach wir, auch der Ortsverein Zweckel hat sich seine Gedanken gemacht. Wir haben dem Ortsverein Schultendorf ein unserer direkten Nachbarschaft das Angebot der Zusammenarbeit gemacht, wollten gemeinsame Veranstaltungen durchführen um nach und nach zu schauen, ob ein Zusammengehen möglich wäre. Als erster Aufschlag wurde der Jahresauftakt mit Bürgermeisterin Bettina Weist genutzt und alle Mitglieder gemeinsam eingeladen.

Mittlerweile haben sich die Schultendorfer anders entschieden, sich mit den Ortsvereinen Ellinghorst, Mitte, Ost und Rentfort abgesprochen und sind auf dem Weg den neuen Ortsverein „Nord“ zu gründen. Der Kreisverband Recklinghausen hat auch schon die notwendigen Schritte eingeleitet und alle fünf Ortsvereine aufgelöst.

Der Vorstand der SPD-Zweckel hat mehrfach im vergangenen Jahr über die Vorgänge beraten und die Impulse, die aus den vom Stadtverband organisierten Treffen aller OV-Vorsitzender kamen, für sich analysiert und bewertet. Für uns kam kein Zusammenschluss in Frage. Im Sinne der Transparenz gegenüber den Mitgliedern des Ortsvereins, die aus unserer Sicht in einen derart tiefgreifenden Veränderungsprozess eingebunden werden müssen, haben wir das Thema auf der Mitglieder-Jahreshauptversammlung am 14.01.2024 natürlich auch als Antrag eingebracht und diskutiert.

Hier der Antragstext:

Der Ortsverein Zweckel bleibt in seiner jetzigen Form als Gliederung erhalten. Er geht nicht in einem der beiden „Großortsvereine“ Nord (Ellinghorst, Mitte I; Mitte II-Ost, Rentfort und Schultendorf) oder Süd (Brauck, Butendorf und Rosenhügel) auf, sondern bewahrt seine unabhängige Stellung.

Nach recht kurzer Diskussion stellten sich die Mitglieder einstimmig hinter den Antrag: wir, der SPD-Ortsverein Zweckel bewahrt auch weiterhin seine unabhängige Stellung, damit wir weiter „vor Ort“ sind und unser Zweckel politisch vertreten.

SPD-Vorstand in Zweckel bestätigt.

Auf seiner Jahreshauptversammlung am 14.01.2024 wurde der Vorstand im Amt bestätigt. Mit hervorragenden Ergebnissen wurden der Vorsitzende Jens Bennarend und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Cornelia Banski und Lothar Romberg wiedergewählt.

Große Einigkeit herrschte im Ortsverein. Sowohl personell wie auch inhaltlich waren wir uns einig. Wir werden geschlossen auftreten um in diesem Jahr für unser Europa zu kämpfen! Gerade weil die Bedrohung von Rechts so offensichtlich ist, müssen wir alles tun, das, was wir bislang erreicht haben – Völkerverständigung, Frieden und Freiheit – zu verteidigen. Dazu ist es wichtig, auch die Menschen, die die Arbeit erledigen werden, damit durch gute Wahlergebnisse zu beauftragen.

Auch im nächsten Jahr werden die Wahlen in Gladbeck aber auch für den Bundestag durchgeführt. Auch diese werden jetzt nach und nach vorbereitet werden, auch hier wird die Auseinandersetzungen zu führen und unsere Demokratie verteidigt werden müssen.

Der neue Vorstand besteht aus:

  • Vorsitzender: Jens Bennarend
  • stellvertretende Vorsitzende: Cornelia Banski und Lothar Romberg
  • Kassierer: Maurice Zurhausen
  • stellvertretender Kassierer: Michael Dadek
  • Schriftführer: Rolf-Dieter Jünnemann
  • stellvertretender Schriftführer: Ole Steiner
  • Bildungsbeauftragte: Kira Bennarend
  • Beisitzer: Eihoff, Werner
  • Beisitzer: Kretz, Ernst
  • Beisitzer: Omlor, Beate
  • Beisitzer: Omlor, Klaus
  • Beisitzer: Unger, Alfred

Fahrt ins Blaue ’23 – Zeche Zollern

Zur Fahrt ins Blaue ist der Ortsverein Zweckel – sieben unerschrockene Teilnehmer bei tollen Wetter in das LWL Museum der Zeche Zollern nach Dortmund gefahren. Hier wollen wir ein paar Impressionen mit Ihnen teilen.

Die diesjährige Fahrt ins Blau bin nach Dortmund in die Zeche Zollern, die von der – Hört, hört! – Gelsenkirchener Bergbau AG als „Modellbergwerk“ gebaut wurde, um anderen derartigen Bauvorhaben als Beispiel zu dienen. Nach ihrer Stilllegung wurde sie als erste Industrieanlage überhaupt in Deutschland zu einem Denkmal. Der Bau ist als „Schloss der Arbeit“ in einem historistischen Stil erbaut und trägt viele Merkmale einer Barocken Schloss-Architektur.

Das Beeindruckendste ist zweifelsohne die Maschinenhalle. Natürlich gibt es viele Momente, die uns als Menschen aus Zweckel an unsere eigene Maschinenhalle erinnern, aber hier finden sich auch noch viele Maschinen, die bis heute erhalten sind, die sogar zum Teil noch bei Vorführungen laufen.

Dank der kompententen Führung haben wir uns über die Zahlreichen Besonderheiten in der Geschichte der Zeche Zollern informiert. Auf dem Gelände stehen beispielsweise zwei Fördertürme, von denen einer nie in Betrieb war. Der linke Förderturm wurde nur der Symmetrie wegen errichtet, damit es schöner aussieht.

Nach der Besichtigung der Zeche Zollern ging es wie immer auf der Fahrt ins Blaue am Ende noch in eine Gastlichkeit. Auf dem Weg viel uns die „Bude“ auf. So etwas gibt es in Dortmund noch und es ist schön, dass es so ist!